Freunde sind das wichtigste !

Original Eintrag vom 26. Oktober 2005 – geschrieben in Wayby, Wellsford, New Zealand

Hallo alle zusammen !

Ich hab mich schon laenger nicht mehr gemeldet, aber wir (Alex, Hannes, Tanja und ich) geniessen das Leben wieder bei Chris & Conny !!

Nachdem wir den sagenhaften KauriForest bewundert haben, trafen wir uns alle wieder im geliebten Wellsford bei meinen german friends Chris & Conny. Hier haben wir eine Menge Spass, Lagerfeuer abends und seit Labour Day Weekend auch ein geniales Wetter, denn endlich ist der Sommer eingetroffen !!

Als Gegenleistung helfen wir natuerlich Chris & Conny wo es nur geht, denn nicht allein die hunderte von Huehner sind Arbeit genug (!) nach einer woche relaxen haben wir heut endlich einen Riesensprung nach vorne gemacht, denn wir haben Arbeit gefunden !!
Wir alle vier (Gruss an Alex, Hannes, Tanja fuer ihre grossartige Freundschaft, die zeigt wie wichtig Freundschaft doch sein kann 🙂 ) arbeiten an einem Vineyard(Weingut) in Warkworth. Beginn ist Montag und dann arbeiten wir jeden Tag von 8 uhr bis 16uhr… natuerlich der Pazifik gleich daneben Very Happy

Wir lassen es uns also so richtig gut gehen und schauen dass wir so ungefaehr 2 oder 3 wochen durcharbeiten koennen, um genuegend Geld anzuhaeufen um die nordinsel ohne probleme bereisen zu koennen !
Denn reisen kostet nun mal Geld !

Als beispiel unserer genialen zusammenarbeit haben wir schon Autos zusammengeflickt, Gewaechshaueser geputzt und neu angesetzt, und viel viel dreck aufgeputzt und aufgeraeumt…

Trotzdem koennen wir es kaum glauben, dass hier alles so friedlich und relaxed sein kann, denn abends am Lagerfeuer frischen Fisch zu verspeisen mit leckerem Bier ist das beste was man sich nur vorstellen kann. Nur eines gibt es noch: dazu toll Saxophon spielen ! ich habe mir naemlich gestern ein saxophon in Auckland gekauft. Das Selmer Saxophon ist im Preis viel guenstiger als in Deutschland und deshalb hab ich zugeschlagen !Wink

Ihr seht also dass ich zwar noch einige wochen am (fast) gleichen Ort bleibe, aber mit viel geld in der tasche auch danach nur noch rumreisen kann !

Geniesst deshalb jeden Tag und auf bald
Sebastian

Gross, groesser, Kauri !!

Original Eintrag vom 16. Oktober 2005 – geschrieben in Waipoua – Kauri Forest, New Zealand

Hallo alle zusammen!

Nun melde ich mich nach der sagenhaften Fahrt in den FarNorth (Cape Reinga + NintyMileBeach) aus dem mystischen und herrlichen Kauri Wald mit seinen Mammutbaeumen.
Die Kauribaume sind eine Fichtenart und gehoeren zu den aeltesten Baeumen der Welt. Manche Kauris sind ueber 1500 – 2000 Jahre alt, 56 meter hoch und haben einen Umfang von 13 Metern !!! Bevor die ersten Menschen auf Neuseeland eintrafen gab es auf der kompletten Insel Kauris. Doch fuer Schiffsbau, Haeuser etc. wurden die meisten Kauris gefaellt. Heute gibt es nur ein kleines Fleckchen an der Westcoast in der NorthInsel, wo man noch Kauris in der Natur bewundern kann.
Umso mystischer und geheimnisvoller erscheint deshalb dieser Ort. Alleine dadurch, dass der Highway 12 immer kurvenreicher wird und dadurch dass man durch diese grosse Area  mit dem Dschungelflair und den vielen Kauris faehrt  (dessen Nationalpark ca. 20 km2 ausmacht), da die baume ja unter strengstem Naturschutz stehen und so umfahren werden muessen. Ueberhaupt gibt es hier viele dschungelartige Waelder, die so dicht bewachsen sind, dass man nicht einmal erahnen kann, was sich in so einem Wald befindet Very Happy😀
Highlights des Kauri Forest ist der “Herr des Waldes” (groesster Kauri Baum der Welt), der 2. groesste Kauri, der groesste Kauri (ueber 56 m !!), und natuerlich die four sisters, 4 Kauris im Hexenkessel gewachsen.

Wenn man diese riesigen Baume sieht, wird einem erstmal klar was fuer Sehenswuerdigkeiten die natur fuer einen bereithaelt und was der mensch schon alles zerstoert hat …

Nichtsdestotrotz hatten wir (sophie und ich und als reisebegleiterin bis hoffentlich Januar auch Tanja, gruss an tanja Smile😉 )grosse ehrfurcht und spass den Wald zu bewundern und viele Fotos zu schiessen !
Nach dem Kauriforest geht es wieder zuruck nach Wellsford zu meinen ehemaligen wwooferhosts, und zu meinen lieben deutschen Freunde chris & conny.

ich hoffe ihr bleibt am ball und geniesst die fotos, denn ich erhole mich hier wunderbar und kanns kaum glauben wie schoen die natur doch ist !

alles gute
Sebastian

Auf in die Unendlichkeit !!

Original Eintrag vom 11. Oktober 2005 – geschrieben am Cape Reinga (Ahipara), New Zealand

Hi Leute !!

also seit wir aus Kerikeri “geflohen” sind, geht es landschaftlich nur bergauf !!

Nach Kerikeri hat es uns Richtung Kaitaia geschlagen, immer nah an der EastCoast, wo uns manchmal ein grandioser Kuestenblick aufgetan hat. Der Pazifische Ozean ist endlich dauernd vor der Tuer !!

Richtung Kaitaia ging es dann endlich zum noerdlichsten Zipfel NZ. Dicht an der NinetyMileBeach gedraengt, wird die Landzunge immer enger.
Einige Abstecher waren am Anfang die Ninety MileBeach, (man muss sie einfach gesehen haben !! nur Sandduenen, wo hin man schaut, das ist wahnsinnig, fast wie in der Wueste !), wo wir natuerlich nicht entlang fahren konnten, obwohl es sogar auf dieser “Beachstrecke” eine 100 km/h begrenzung gab! (wer das wohl nachprueft, wenn man ueberhaupt so schnell da fahren kann ??)
Auf der ninety mile beach, die eigentlich 90 km lang ist (also ca. 67 meilen), kann man nur mit Allrad und einem Gelaendewagen, buggy oder mit besonderen Bussen fahren. Der Blick ist grandios, vor allem weil die Beach so breit ist, die das meer (die Tasmanische See) noch grossartiger erscheinen laesst. Einige andere Abstecher waren auf dieser sehr langen Strecke auch Besuche auf der EastCoast,also auf dem Pazifischen Ozean. Nach extra langer Fahrt haben wir uns auf der spirit bay ganz nah am cape reinga zurueckgezogen. Nur noch Schotterwege durch tiefsten dschungel (native bush) fuehren hier zu entfernten Sackgassen, die total verlassen und landschaftlich traumhaft sind !!
Nach der grandiosen Nacht direkt am Pazifischen Ozean mit grandiosem Sand (Muschelsand), einem wunderschoenen Fluss und einem Berg, ging die Fahrt endlich an den geistlichen Maori kultort Cape Reinga am noerdlichsten Zipfel. Hier treffen also die Tasmanische See (tuerkis) und der Pazifische Ozean (dunkelblau) aufeinander, WAHNSINN !! Cape Reinga besitzt nur einen Leuchtturm, und hier auf der schotterigen Strasse, die die Highway 1 Strasse bis nach Wellington ausmacht beginnt der 0. kilometer .. WAHNSINN !! So abgelegen und abgeschieden brechen die ersten sagenhaften grossen Wellen des weiten Meeres auf die Landzunge/ Insel Neuseeland. Die Fahrt nach unten war so aehnlich, immer nah an der fantastischen NinetyMileBeach (Te Paki Kurs brachte uns ganz nah an die Duenen, wir liefen einige kilometer nur in der wueste !!), nun sind wir am suedlichsten zipfel der nintymilebeach in Pahira und geniessen gerade dusche (wir waren voll mit sand) und geniale straende (ich war endlich im pazifischen ozean baden !!! morgen ist die tasmanische see dran)..

Uns geht es also fantastisch und es ist einfach nur herrlich !!

Morgen oder uebermorgen gehts dann richtung Kauri Forest.. und was dann passiert wissen nur die sterne

Geniesst die Natur und bis bald
euer Sebastian

2.Etappe der “Irrfahrt”

Original Eintrag vom 8. Oktober 2005 – geschrieben in Kerikeri – Bay of Islands, New Zealand

Hi Leutz !!!

Heute melde ich mich aus Kerikeri.

Von Whangarei aus sind wir nach Ngururu gefahren, und zwar an der EastCoast.

Die EastCoast-Strecke ist wunderschoen und das erste mal haben wir den vollen blick auf den Pazifik gehabt !! Die geniale huegelige Strecke bot sehr viele lookouts und fantastische Blicke auf den pazifik, des oefteren stoppte der Atem. ENDLICH haben wir unsere NZ Landschaft, ausser wir (+ Van) sah man nur wenige Autos und Menschen. Schliesslich als es dann dunkel wurde, schliefen wir das erste mal in unserem Van und zwar in Bland Bay. Bland Bay ist traumhaft und 8 km von der normalen Strasse abgeschieden. Hoechstens 30 Menschen leben auf dieser Halbinsel, deren Strasse schliesslich in einem Kiwi-Reservat endet. Ja richtig gehoert, wir schliefen direkt vor einer Kiwi Zone !! Nach dem genialen Fruehstueck gings dann weiter an der EastCoast entlang bis Russel. Russel war die erste Hauptstadt NZ und besitzt auch die aelteste Kirche (Christchurch) des Landes !! Nach einem wunderschoenen Ausblick in Russel erkannte man endlich die Bay of Islands, fantastisch und majestaetisch da der Blick auf einer Halbinsel quasi ein 360 Grad Panoramabild bot. Nach Russel fuhren wir Richtung Paihia, den man nur durch eine Schotterpiste im tiefsten Bush erreichen konnte. |Das war offroadfahren !! wahnsinnige enge kurven an steilen Haengen und man fuehlte sich wie im Urwald, da alle Baeume und vorallem Palmen so dicht beieinander standen. In paihia genossen wir die Straende, in Waitangi dann endlich die Treaty of Waitangi, der Ort an dem NZ englisch wurde und Maoris und Pakehas (weisse) frieden schlossen…

Nun bin ich also seit 2 Tagen schon in Kerikeri wo wir Hannes, Alex wieder getroffen haben, da diese hier eine Woche lang arbeiten !
Wir uebernachten natuerlich weiterhin im Van und haben unendlich viel spass… (vor allem mit Maoris 😉 )

naechstes mal hoffe ich das ich euch endlich ma wieder mehr bilder zeigen kann, nicht jeder pc erlaubt das eben !

Also geniesst die Landschaft und CYA
Sebastian

Whangarei + Beginn der “Irrfahrt”

Original Eintrag vom 6. Oktober 2005 – geschrieben in Whangarei – Tikipunga, New Zealand

Hallo alle zusammen,

nachdem ich in Wellsford – Wayby die Deutschen Chris & Conny getroffen habe und wir uns so gut verstanden, haben wir einen Deal abgemacht. Ich helfe Ihnen beim Caravan-Putzen und ein wenig im Haus, im Gegensatz helfen Sie mir dann ein Auto zu besorgen. Darum bin ich erst gestern in Whangarei angekommen, weil wir seit ungefaehr 2 oder 3 Tagen ein Auto gesucht haben.
Nochmals vielen vielen Dank an Chris & Conny, ohne Ihre Hilfe haette ich einen Scheiss gekauft. Das Auto ist ein Van, ein Toyota Townace SuperCustom, ein Turbo-diesel. Der Van ist eine Wucht, riesengross, luxurioes (Air conditioning, electrofenster, Zentralverr. … … ), hat 8 Sitze, die man problemlos in ein Bett umfunktionieren kann ! Ein riesen “Ehebett” welches ich ab sofort mit anderen teilen werde !
Ausserdem haben mir Chris & Conny mit dem Start-Equipment geholfen. So haben wir einen Gasherd, Alu-tisch, 2 Campingchairs, Zelt, Geschirr wie Besteck, Teller, Tassen und und und… Der Van ist einfach genial !!!!!!!!

So bin ich also gestern die Strecke Wellsford – Whangarei schon mit dem Van gefahren. Linksverkehr ist echt witzig; Wink aber das Verrueckte ist halt dass trotz linksverkehr rechts vor links gilt … das ist bekloppt ! Smile
In Whangarei (Waterfall hostel) angekommen war ich uebergluecklich endlich wieder die anderen zu treffen (Alex, Hannes und Sophie), aber mit Sophie habe ich ja zusammen den Van gekauft. Und so hat heute ca. gegen 11 Uhr unsere gemeinsame Irrfahrt mit dem Van um ganz (ganz !!! ) NZ angefangen ! wir wollen jede Sehenswuerdigkeit sehen und sonst noch ganz NZ geniessen !!!

Heute morgen hab ich noch in Whangarei die wunderschoenen Waterfalls angeschaut , von denen ich einige Bilder gemacht habe, und von der schoenen Bach und von etwas City-Seeing. Whangarei ist zwar schoen, ist aber halt ne normale city und somit nichts fuer uns van-touris ( Very Happy ) ..
Darum sitz ich hier grad in Whangarei und kann deshalb auch leider keine bilder hochladen, das werde ich aber sobald wie moeglich nachholen !

Wir haben ne kleine Tour schon geplant, jetzt geht es erst mal Richtung Bay of Islands, Paihia ist unser heutiges Endziel,
ausserdem waren wir in Whangarei im Pack”n”Save und haben noch Essen, Trinken wahrscheinlich fuer Wochen gekauft !!! Aber dafuer sind wir jetzt total unabhaengig und koennen machen was wir wollen, schlafen wo wir wollen, und und und….
Und was wir dann dadurch sparen koennen, alleine die hostelskosten von pro nacht ca. 18 $ … Was gibt es sonst noch zu eruaehlen ? leider viel zu viel ! aber macht euch alle keine Sorgen und ich meld mich vielleicht aus Paihia wieder ! (hoffentlich mit pics).. Also lasst die Irrfahrt beginnen und das beste Erlebnis um die komplette Nordinsel zu sehen zu beginnen.
viele gruesse an alle !!
[…]

Sebastian